Freizeit / Technik
Leserfrage vom 27. Oktober 2016
Hoffnung für Kaninchenhalter: Impfstoff gegen RHDV-2
Was hat es mit der neuen Chinaseuche auf sich und wie kann ich mein Kaninchen dagegen schützen?

(ci) Der Rabbit Haemorrhagic Disease Virus (RHDV) in der Variante 2 befällt sowohl Haus- und Wildkaninchen als auch Feldhasen und führt meist innerhalb von 24 bis 72 Stunden zum Tod. Menschen erkranken daran nicht, sie können das Virus aber an die Tiere weitergeben. Übertragen wird es unter anderem auch durch Insekten und Futter. Halter und Züchter sollten daher besser nichts Selbstgepflücktes verfüttern. Wirksame RHDV-2-Impfstoffe sind in Frankreich und Spanien zwar schon auf dem Markt, in Deutschland aber bislang nicht zugelassen. Tierärzte können die Impfstoffe aber per Ausnahmeregelung für einzelne Kaninchen und Kaninchenbestände bei den obersten Landesbehörden beantragen. Überflüssig könnte das bald werden, wenn die EU-Kommission dem positiven Urteil der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) nachkommt und den RHDV-2-Impfstoff eines spanischen Herstellers im EU-Raum zulässt. Ein bedingter Schutz ist bis dahin auch mit den zugelassenen Wirkstoffen gegen das einfache RHD-Virus möglich - aber nur bei doppelter Injektion und halbjähriger Wiederholung.

ÖKO-TEST Juni 2017

ÖKO-TEST Juni 2017
Erschienen am
26. Mai 2017

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen