Bauen / Wohnen
Leserfrage vom 28. Dezember 2016
Belastete Holzasche
Stimmt es, dass Holzasche mit giftigen Schwermetallen belastet ist? Wie muss sie entsorgt werden?

Dazu Dr. Paul Müller, Vorstandsvorsitzer des CVUA Westfalen (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt):

"Natürliches, auch völlig unbehandeltes Holz enthält Chrom. Bei der Verbrennung von Holz entstehen sehr hohe Temperaturen, wobei das im Holz gebundene Chrom zum Chrom VI (auch Chromat genannt) oxidiert wird. Chromate sind giftig und erwiesenermaßen krebserregend. Weiterhin sind sie leicht wasserlöslich und können daher viel leichter als andere Schwermetallverbindungen in Böden und Grundwasser übergehen. Die bei der Verbrennung von Holz entstandenen Aschen sind daher mit Chrom beziehungsweise Chromat belastet. In Privathaushalten anfallende Holzasche - zum Beispiel aus Kaminöfen oder Pelletheizungen - sollte daher keinesfalls im Garten als Düngemittel verwendet werden, weil dabei die Gefahr des Kontaktes mit den giftigen Bestandteilen groß ist und der Gartenboden unter Umständen mit bedenklichen Schwermetallen belastet wird. Daher wird die Entsorgung von Holzasche im Privatbereich nur über den Hausmüll (Restmüll) möglich sein. Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass hierdurch möglicherweise zusätzliche Probleme für die Umwelt durch den Eintrag von giftigen Schwermetallsalzen in die Umwelt entstehen können."

ÖKO-TEST Juni 2017

ÖKO-TEST Juni 2017
Erschienen am
26. Mai 2017

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen