Freizeit / Technik
Leserfrage vom 27. April 2017
Geheimnisvoller Stoff in Medizinbällen
Bei manchen Sport- und Fitnessgeräten wird als Material "Ruton" angegeben. Worum handelt es sich dabei?

(dw) Ruton steht als Wortmarke für ein Material, die sich die Firma Togu mit Sitz in Prien am Chiemsee geschützt hat und aus dem sie Sport- und luftgefüllte Trainingsgeräte wie Medizinbälle und Minihanteln fertigt. Laut Togu handelt es sich dabei um eine spezielle Materialmischung mit den Hauptbestandteilen PVC und dem bedenklichen Weichmacher Diisononylphthalat (DINP). Die exakte Mischung kennt ÖKO-TEST nicht. Hersteller Togu ist nicht der einzige, der solche Materialien verarbeitet. Besonders PVC findet in Sport- und Fitnessgeräten ebenso wie in vielen anderen Produkten eine weit verbreitete Anwendung. Übrigens: Wer nach Ruton im Internet sucht, stößt fast unweigerlich auf den Begriff Ryton, einen Handelsnamen für den thermoplastischen Kunststoff Polyphenylensulfid (PPS). Dabei handelt es sich offensichtlich um einen Übersetzungsfehler in diversen Onlineshops. Hersteller Togu versichert, dass beide Marken in keinem Zusammenhang stehen.

ÖKO-TEST Juni 2017

ÖKO-TEST Juni 2017
Erschienen am
26. Mai 2017

Preis: 4.50 €

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