Geld / Recht
News vom 30. März 2017
Rechtswidrigen Klauseln ...

Rechtswidrigen Klauseln ...
... bei Maklern widersprechen

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ruft Verbraucher dazu auf, sich gegen unberechtigte Forderungen von Maklern zu wehren.
Weil er seine Beiträge für zwei Sparverträge reduzieren wollte, schickte ein Versicherungsmakler seinem Kunden zwei Rechnungen über 2.300 Euro. Der Grund: Durch die niedrigeren Beiträge erhielt der Makler weniger Provision von der Versicherung bzw. Investmentgesellschaft. Gegen diesen Ausfall wollte er sich durch eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen absichern. "Das ist rechtswidrig. Makler können im Kleingedruckten nicht das Maklerrecht aushebeln", so Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Verbraucherschützer gingen daher gegen diese und elf weitere Klauseln im Kleingedruckten des Maklers vor und bekamen in der ersten Instanz recht. Ob das Urteil (Az. 08 O 321/16) des Landgerichts Leipzig in der zweiten Instanz bestätigt wird, muss sich noch zeigen. Die VZ ruft betroffene Kunden aber auch in ähnlichen Fällen auf, sich zu wehren. Bei rechtswidrigen Klauseln unterstützen sie die Kunden, zu Unrecht gezahltes Geld zurückzufordern.

ÖKO-TEST Juni 2017

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Erschienen am
26. Mai 2017

Preis: 4.50 €

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