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Duschgele

Schaumschläger

Mit Blubberblasen duscht es sich schöner. Fertig verpackt in Aluflaschen bietet die Industrie inzwischen sogar Schaum auf Knopfdruck an. Wir haben 26 Produkte getestet: klassisches Duschgel und modischen Schaum. Unter den Schlusslichtern finden sich beide Varianten.

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19.10.2017 | Duschen macht Spaß, wenn es ordentlich schäumt. Deshalb setzt die Kosmetikindustrie Tenside ein, die besonders fluffigen Schaum erzeugen. Oder sie macht neuerdings gleich fertigen Duschschaum. In der Reinigungsleistung unterscheiden sich Gel und Schaum nicht. Und sonst? Zwar ist es möglich, wie einige Hersteller vormachen, den Schaum mittels eines Pumpspenders zu erzeugen, doch die meisten lassen ihn lieber mit Treibgas aus der Flasche quellen. Dem Druck hält Kunststoff nicht stand, weshalb die Schäume in Aluminiumflaschen gefüllt werden. Doch ist eine Aluverpackung besser oder schlechter als eine aus Kunststoff? Aluminium fällt aus ökologischer Sicht vor allem wegen seiner energie- und ressourcenintensiven Rohstoffgewinnung negativ auf. Beim Abbau von Bauxit, aus dem Aluminium gewonnen wird, entsteht giftiger Rotschlamm. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass bei Abbau und Verarbeitung von Erzen wie Bauxit Menschen- und Arbeitsrechte verletzt werden. Das ist die eine Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite steht Aluminium als vollständig recycelbares Material, dessen Verwertung in Deutschland sehr gut funktioniert. Rund 20 Prozent des Gesamtbedarfs werden weltweit laut Jörg Schäfer, Leiter Recycling und Nachhaltigkeit beim Gesamtverband der Aluminiumindustrie, aus recyceltem, dem sogenannten Sekundäraluminium gedeckt. Aluminiumverpackungen für Kosmetik, so Schäfer, würden mit Legierungen produziert, die im Verwertungskreislauf sehr gut nutzbar seien. Das Aluminium kann anschließend ohne Qualitätsverlust zum Beispiel in der Automobilindustrie genutzt werden. Die Kosmetikverpackung ist also nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg des Aluminiums.

Ob ein Verpackungsmaterial besser oder schlechter ist als ein anderes, ist abschließend kaum zu beurteilen, wie Gerhard Kotschik, beim Umweltbundesamt verantwortlich für das Thema Verpackungen, erläutert. Es sei von vielen Faktoren abhängig - "nur am Material kann man es nicht festmachen", sagt Kotschik. Ein Beispiel: Kunststoff und Aluminium sind leicht und lassen sich energieschonender transportieren als zum Beispiel Glas. Dessen Vorteil liegt darin, dass es mehrfach verwendbar ist. Doch gerade als Kosmetikverpackung ist Glas oft nur für den Einmalgebrauch gedacht. Selbst wenn es recycelt wird, ist dies mit einem hohen Energieaufwand verbunden.

Dem entgegen stehen Argumente wie die Probleme beim Aluminiumabbau oder die Umweltbelastung durch Plastik, wenn es in die Weltmeere gelangt. Öko-Bilanzen geben zwar wichtige Hinweise in Bezug auf Umweltbelastungen, aber selbst sie können nicht alle Wirkungen berücksichtigen. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir 26 Produkte in die Labore geschickt.

Das Testergebnis

Sieben Produkte schneiden "sehr gut" ab, elf weitere "gut". Damit sind zwei Drittel empfehlenswert, darunter Duschgele und -schäume. Fünf "ausreichende" Produkte sind die mittelmäßigen Vorboten für drei Marken, die auf ganzer Linie enttäuschen.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Neben klassischen Duschgelen haben wir auch die zurzeit besonders angesagten Duschschäume eingekauft. Die Inhaltsstoffe
Damit ein Duschprodukt gut reinigt und schäumt, enthält es Tenside. Wir wollten wissen: Handelt es sich dabei um unbedenkliche Waschsubstanzen oder um PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger machen und mit krebserregendem 1,4-Dioxan verunreinigt sein können? Stecken hinter den fruchtig-poppigen Gerüchen problematische Duftstoffe? Und werden die Produkte mit bedenklichen Konservierern vor Keimbefall geschützt?

Die Weiteren Mängel
Wir haben im Labor analysieren lassen, ob die Verpackungen der Produkte PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen enthalten, die bei der Entsorgung zum Umweltproblem werden können.

Die Bewertung
Bedenkliche Inhaltsstoffe wie PEG/PEG-Derivate, problematische Duftstoffe, Formaldehyd/-abspalter oder Mikroplastik führen zur Abwertung. Je mehr Minuspunkte ein Produkt anhäuft, desto schlechter schneidet es im Gesamturteil ab.

So haben wir getestet

Gel versus Schaum: Optisch macht das sahnig-weiße Bläschengebilde vielleicht etwas mehr her als ein durchsichtiges Gel. Doch in der Reinigungskraft unterscheiden sich beide nicht.

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