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32 Alternative Haarfarben im Test

Jahrbuch für 2017
vom 20.10.2016

Alternative Haarfarben

Natur pur?

In manch vermeintlich guten Alternativen zur Chemiekeule stecken stark allergisierende oder sogar verbotene Stoffe. Immerhin: Einige echte Pflanzenhaarfarben schneiden in unserem großen Test glänzend ab.

1910 | 95

20.10.2016 | In unseren Test von 32 Haarfarben haben wir bewusst auch solche einbezogen, die sich grün geben, in Wirklichkeit aber auch mit chemischen Zutaten arbeiten.

Das Testergebnis

Hui oder Pfui. In diesem Test gibt es kein Mittelfeld. Mit insgesamt 19 "sehr guten" Farben gibt es immerhin eine Menge Produkte, die rein pflanzlich färben. Aber im Test finden sich auch eine ganze Reihe von Herstellern, die ihren Chemiekeulen nur ein grünes Deckmäntelchen übergestreift haben. Einige der getesteten Produkte dürften so überhaupt nicht verkauft werden.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Pflanzenhaarfarben erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber nicht überall, wo "pflanzlich" oder "Henna" draufsteht, sind nur natürliche Inhaltsstoffe drin. Und nicht alles, was in der Apotheke oder im Reformhaus angeboten wird, ist frei von schädlicher Chemie. Deshalb haben wir unseren Einkaufszettel neben der zertifizierten Naturkosmetik und reinen Pflanzenhaarfarben auch auf solche Produkte ausgeweitet, die trotz chemischer Inhaltsstoffe vom Kunden als pflanzliches Produkt wahrgenommen werden könnten, um zu schauen, was wirklich unter den grünen Deckmäntelchen steckt. Die von uns getesteten Farben kosten zwischen 1,99 und 20,30 Euro pro Packung.

Die Inhaltsstoffe
Aromatische Amine werden in oxidativen Colorationen als Färbemittel eingesetzt. Viele Vertreter dieser Gruppe, etwa p-Phenylendiamin (PPD), werden kritisiert, da sie schwere allergische Reaktionen hervorrufen können. Manche stehen außerdem auf der Liste der karzinogenen, mutagenen und reproduktionstoxischen Stoffe (CMR), andere sind in Haarfarben sogar ganz verboten. 2011 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung zudem vor mit PPD verunreinigten Henna-Haarfärbemitteln. Für uns Grund genug, in einer breiten Stichprobe chemische und pflanzliche Farben im Labor auf aromatische Amine überprüfen zu lassen. Dabei lag der Fokus vor allem auf jenen Farben, die keine chemischen Inhaltsstoffe deklariert hatten, und Colorationen aus Asia- oder Afro-Shops. Andere problematische Stoffe haben wir anhand der Deklaration erfasst.

Die Weiteren Mängel
Auch hier lag das Augenmerk auf der Deklaration: Ist sie vollständig? Sind die gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweise vorhanden? Sind alle allergisierenden Substanzen aufgeführt? Oder steht womöglich etwas auf der Verpackung, was so gar nicht nachweisbar ist?

Die Bewertung
Empfindliche Abzüge gab es vor allem für verbotene aromatische Amine und solche, die auf der CMR-Liste stehen. In Sachen Deklaration gehen wir besonders kritisch mit Gesetzesverstößen nach EU-Recht um, denn bei derart problematischen Substanzen muss der Verbraucher ganz genau wissen, womit er es zu tun hat. Für Allergiker kann das Farbspiel sonst schnell zum russischen Roulette werden.

So haben wir getestet

Zertifizierte und natürliche Bio-Öle, vegan, ohne Tierversuche - klingt gut, sagt aber nichts über die chemischen Färbestoffe aus.

Online abrufbar

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Bestellnummer: J1610
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