Pflücken verboten: Welche Frühlingsblumen geschützt sind

Autor: Lena Rauschecker | Kategorie: Freizeit und Technik | 26.03.2024

Krokusse, Tulpen, Narzissen: Welche Frühlingsblumen unter Naturschutz stehen
Foto: Shutterstock/Patrick Daxenbichler

Narzissen, Krokusse und Tulpen: Momentan sprießen Frühlingsblumen zahlreich aus dem Boden und erfreuen uns und Insekten mit ihren bunten Blüten. Doch darf man ein oder zwei Blümchen am Wegrand auch pflücken und mit nach Hause nehmen? Das ist keine gute Idee.

Gelb, lila, orange: Beim Frühlingsspaziergang leuchten einem zurzeit allerlei Farben und Blüten entgegen. Aber: Darf man einfach eine Blume pflücken und zu Hause in die Vase stellen? Im Normalfall ist das nicht gestattet. ÖKO-TEST klärt auf.

Krokusse, Narzissen und Co. sind geschützt

Wer Wildblumen pflücken möchte, sollte zunächst überlegen: Wachsen die Pflanzen auf einer öffentlichen Wiese oder auf einem Privatgrundstück? Ist Letzteres der Fall, darf man keine Blumen oder andere Dinge entwenden.

Auf öffentlichen Plätzen wie einem Park oder einem Waldweg kann die Sache anders aussehen. Doch dann bleibt eine zweite Frage: Steht die Pflanze unter Naturschutz?

Bestimmte Tiere und Pflanzen sind in besonderem Maße geschützt – etwa weil sie vom Aussterben bedroht sind. Dann greifen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), die den Lebensraum der bedrohten Pflanzen und Tiere schützen und erhalten sollen; zum Beispiel durch Jagd- und Handelsverbote oder die Schaffung und Pflege von Nationalparks.

Die Bundesartenschutzverordnung legt unter anderem für folgende Frühlingsblumen einen besonderen Schutz fest:

  • Christrosen
  • Krokusse (alle Arten)
  • Märzenbecher
  • Narzissen (alle europäischen Arten)
  • Schlüsselblumen
  • Traubenhyazinthen (alle europäischen Arten)
  • Tulpen (alle Arten)
  • Veilchen (mehrere Arten)

Alle diese Blumen dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden. Beim Spaziergang gilt deshalb: Anschauen und bewundern: ja, anfassen oder mitnehmen: nein.

Den Frühling in die Wohnung holen

Auch wenn man also die meisten Frühlingsblüten nicht von der Wiese mit nach Hause nehmen darf, gibt es dennoch Möglichkeiten, den Frühling nach Hause zu holen. Wie wäre es mit:

  • Narzissen im Topfblühen länger als viele Schnittblumen – und können nach der Blüte in den Garten gepflanzt werden. Dann blühen dort im nächsten Frühjahr eigene Frühlingsboten.
  • Knallgelb blühende Forsythienzweige sind auch in der Vase ein toller Hingucker. Da die Sträucher Insekten keine Nahrung bieten, können Sie die Besitzer um ein paar Zweige für zu Hause bitten.
  • Abgebrochene Zweige bekommen, mit bunten Ostereiern dekoriert, ein zweites Leben geschenkt.

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